Archive for the ‘Reisegeschichten’ Category

So passt das.

Dezember 4, 2007

Um acht Uhr morgens auf dem Markt, für 1,70 EUR je ein halbes Kilo Mandarinen, Birnen und Karotten kaufen und am nächsten Stand das fehlerhafte Griechisch so charmant verpacken, dass man noch ein halbes Kilo Kartoffeln geschenkt bekommt.

Die Griechen und ihre Mentalität haben meine Liebe zurück gewonnen.

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Griechische Gastfreundschaft.

November 21, 2007

Meine griechische Freundin Georgia hatte mich eingeladen, ein Wochenende mit ihr bei ihrer Familie in Alexandroupolis zu verbringen. Also haben wir uns letzten Freitag in den Zug gesetzt und sind sechs Stunden Richtung türkische Grenze gefahren, um den Plan noch vor Weihnachten in die Tat umzusetzen.

Alexandroupolis ist eine kleine griechische Stadt mit ca. 60.000 Einwohnern, die nur wenige Kilometer von der Türkei entfernt liegt. Viel mehr Sehenswürdigkeiten als einen Leuchtturm (das Wahrzeichen der Stadt), schöne Kirchen, ein oder zwei Museen und einen Fischmarkt gibt es für Touristen zwar nicht zu entdecken – doch für mich sollte dieses Wochenende sowieso kein touristisches werden, sondern mir einen Einblick in den Alltag einer griechischen Familie geben.

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Sofia, Bulgarien.

November 13, 2007

Schon eine Weile her, aber noch immer berichtenswert: Ein Wochenendausflug Mitte Oktober in Bulgariens Hauptstadt Sofia, sechs Zugstunden von Thessaloniki entfernt.

Zu acht haben wir uns auf den Weg gemacht, völlig unvorbereitet ohne Stadtplan und noch nicht einmal wissend, wie die fremde Währung heißt. Nach dem Grenzübergang waren wir nur noch zu siebt. Unser chinesischer Freund wusste nicht, dass Bulgarien mit dem Schengen-Abkommen nichts zu tun hat, und wurde von den bulgarischen Grenzbeamten umgehend wieder zurück zur griechischen Grenze verfrachtet. Im Grunde war die Situation eher ärgerlich (eigene Schuld) als brenzlig, allerdings hätte die bulgarische Grenzbeamtin den Vorfall weit freundlicher behandeln können. Ich bin zwar der Meinung, dass man in ihrer beruflichen Position der englischen Sprache zumindest bruchstückhaft mächtig sein sollte. Aber das Selbstverständlichste ist für mich ein höflicher und respektvoller Umgang mit einreisewilligen Touristen. Einen chinesischen Austauschstudenten aus Griechenland, der sogar seinen Rückfahrtschein für den übernächsten Tag in der Hand hält, muss man nicht mit „Bulgaria no Scheng, NO Scheng, out RIGHT now!!!“ anbrüllen, als sei er taub. Der Arme kam sich vor, wie ein Schwerverbrecher und wir uns wie Komplizen. Der erste Eindruck von dieser völlig anderen Welt, die sich mir in Sofia eröffnete.

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Gesprächsprotokoll.

Oktober 8, 2007

Nur um mal wieder Einblick in die Gesprächsverläufe zwischen Einheimischen und mir zu gewähren:

Eher morgens als abends im Taxi von einer Studentenparty nach Hause. Ich ahne schon während ich einsteige, dass wohl auch dieser Taxifahrer die kleine Straße, in der ich wohne, nicht kennen wird.

Nebeninfo Nummer zwei: Wer um diese Zeit ein Taxi nimmt, ist aus verschiedenen Gründen selten noch geistig voll auf der Höhe. Ich bin da leider keine Ausnahme. Wer also des Griechischen mächtig ist, darf (mich) gerne (aus)lachen:

Ich (frage, ob er in meinen Stadtteil fährt): „Σαράντα Εκκλησιές;“

Er (bestätigt): „Ναι.“

Ich (nenne Böses ahnend meine Straße): „Αιάντος 6, παρακαλώ.“

Er (…blablabla… kenne ich nicht… blablabla): „…δεν ξέρω…“

Ich (will sagen, dass es ganz oben auf dem Hügel ist, ganz in der Nähe vom Waldtheater – bloß die Wörter kenne ich nicht. Also: Das ist oben. Beim Theater): „Είναι πάνω. Κοντά στο θέατρο.“

Er (…blablabla… kennt er nicht… blablabla): „…δεν ξέρω…“

Ich (gebe auf und frage, ob er Englisch spricht): „Μιλάτε αγγλικά;

Er (Nein. Schweigen.): „`Oχι.“

Ich (ratloses Schweigen.): „…“

Er (Wo kommst du her?): „Από πού είσαι;“

Ich (Die Wörter kenne ich! Aus Deutschland.): „Από την Γερμανία.“

Er (betont lässig): Ah ja. Dann können wir auch Deutsch sprechen. Also wo wohnst du? Oben aufm Berg? Die Straße kenn‘ ich nicht, muss ich da vorne links…?“

 

 

 

 

 

 

 

 

Die besten Partys…

Oktober 6, 2007

… sind die, die von der Polizei beendet werden. Und die danach auf dem Campus  weitergeführt werden.

Studentenparty-Besucher in Unigebäuden sind übrigens nicht nur Studenten. Die Straßenköter freuen sich mindestens genauso über das nächtliche Leben:

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