Archive for the ‘Kopfsachen’ Category

Frohes neues Jahr!

Januar 2, 2008

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2008!

Nachträge aus den letzten Woche liefere ich bald nach – während der Feiertage war mir nicht so sehr nach alleine vorm Laptop sitzen… als kleinen Vorgeschmack auf die Nachträge hier ein Foto vom 15. Dezember in Thessaloniki.

Und: JA, ICH HABE EINE SCHNEEBALLSCHLACHT GEMACHT! IN GRIECHENLAND! HA!

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Langeweile.

Oktober 6, 2007

Wenn man einen anstrengenden Alltag hat, gefüllt mit viel Müssen und Hetzen, dann sehnt man sich nach einer Auszeit, nach Ruhe und nach Faulenzen ohne schlechtes Gewissen. Vor meiner Abreise nach Griechenland habe ich so empfunden und konnte den Tag kaum abwarten, an dem ich Stress und Hektik hinter mir lassen und einfach nur ERASMUS-Studentin sein konnte.

Die ersten Wochen waren auch prima. Jeden Tag ein paar Stunden Sprachkurs, ein klein wenig Hausaufgaben und nachmittags zum Strand oder die Umgebung erkunden. Gerade so viel Verpflichtung, dass man sich aufs Wochenende freut, es jedoch nicht dringend benötigt.

Der Sprachkurs ist jetzt seit zwei Wochen vorüber, die ERASMUS-Formalitäten liefen bisher erstaunlich glatt und… mir ist langweilig. Man mag es kaum glauben, aber mir ist tatsächlich langweilig. Nicht, dass ich es nicht genießen würde, einfach in den Tag hineinzuleben, mich für Essen in der Mensa zu verabreden, Leute zum Kaffeetrinken zu treffen, Stunden am Strand zu verdösen oder einfach nur mit viel Muse stundenlang zu lesen. Aber irgendwann bekommt das einen faden Beigeschmack.

Ich brauche endlich wieder eine Aufgabe. Eine Herausforderung oder ein wenig Verantwortung, eine Verpflichtung, die meine Tage strukturiert. Ich bin schon so weit, dass ich auf einen Aushang reagiert habe, mit dem eine deutsche Studentin gesucht wurde, die mit zwei Kleinkindern einer deutsch / griechischen Familie spielt und Deutsch spricht. Leider war ich zu langsam, scheinbar hat noch jemand nach einer Aufgabe gelechzt. Halb erfolgreich war der Versuch aber trotzdem: Vielleicht werde ich mit der Mutter der Kinder ein Sprachtandem ausprobieren, am Montag werde ich mehr erfahren.

Montag ist sowieso der Tag, den ich sehnlichst erwarte. Die Veranstaltungen an der Uni gehen los – zumindest auf dem Papier. Ich hoffe bloß, dass die Studenten an meinem Department nicht so sehr in Pöbellaune sind, wie die anderer Departments, die schon jetzt den Lehrbetrieb mit Streiks lahmlegen. Wenn ich wegen Streiks keine Veranstaltungen besuchen kann, dann muss ich mich wohl oder übel den Streikenden anschließen, um wenigstens irgendwas zu tun zu haben…

Geheimrezept?

September 13, 2007

Nachdem die Temperaturen hier endlich um einige Grade gefallen sind (es sind jetzt nur noch 28°C mit frischem Wind vom Meer) habe ich prompt zwei Tage mit einer fetten Erkältung flach gelegen. Meinen Sprachkurs-Mitschülern ging es da wenig anders. Wir ERASMUS-Studenten stromern dieser Tage also mit roten Schnupfennasen, Sonnenbrand, ungebügelten Klamotten und schwitzend durch die Straßen Thessalonikis und so langsam gelange ich zu der Überzeugung, dass den griechischen Frauen ein Rezept in die Wiege gelegt wird, das sie vor dem Rest der Frauenwelt geheim halten.

Egal bei welcher Temperatur, egal zu welcher Tageszeit, egal wie ölig und üppig das griechische Essen ist und egal in welcher Lebenssituation: Eine junge griechische Frau sieht immer, IMMER aus, als sei sie gerade aus acht Stunden andauernden süßen Träumen erwacht, habe während des Schlafs 5000 Kalorien verbrannt, nach dem Aufwachen zwei Stunden im Badezimmer verbracht und sei dann mit dem Taxi zu exakt der Stelle gebracht worden, an der man ihr dann begegnet. Verranzt und demütig. Sollte jemand das Geheimrezept kennen und mit mir teilen wollen: Bitte emailen.

Zwischenstand.

August 20, 2007

Jaja, ich hab fleissig getippt – auch ohne Internetzugang „zuhause“. Mal schauen, wie lange ich das noch durchhalte – an deiner Prognose, Carrry, ist was wahres dran. Aber Schreiben hilft mir beim Verarbeiten. Und verarbeiten muss ich hier eine Menge. Irgendwie alles vertraut und fremd gleichzeitig. Irgendwie alles seltsam.

Heute hat die Uni nach der Sommerpause wieder ihre Tore geoeffnet. Und tja… was soll ich sagen… Wehe irgendwer meckert noch ein einziges Mal ueber unsere Trierer Uni. Leute, in Trier studieren wir vergleichsweise steril. Beweisfotos werden nachgeliefert.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Am liebsten wuerde ich allen Lieben jeden Tag Emails schreiben, danke fuer all die Nachrichten ueber Studivz. Doch bis die PC-Pools in der Uni (die es angeblich und hoffentlich geben soll) nicht ihre Tore geoeffnet haben, muss ich die individuelle Kommunikation leider auf Sparflamme halten. Verzeiht, mein Geldbeutel erlaubt’s einfach nicht.

Überforderung. (17.08.2007)

August 20, 2007

Ich nehme jede bereits getätigte ironische Bemerkung über den Intensiv-Sprachkurs Griechisch hiermit offiziell zurück.

Dass Griechisch keine leicht zu lernende Sprache ist, hatte ich mir gedacht. Schließlich muss man nicht nur neue Vokabeln und eine neue Grammatik zu beherrschen lernen, sondern als Voraussetzung dafür auch erst einmal völlig neue Schriftzeichen. Und genau das wird mir zum Verhängnis. Ich bin ein absolut visuell veranlagter Mensch, neue Wörter oder Definitionen lerne ich durch Schreiben derselbigen. Eine neue Vokabel in Englisch, Französisch oder Spanisch habe ich bisher gelernt, in dem ich sie mir buchstabieren oder aufschreiben lies. Dadurch bekomme ich eine bildliche Vorstellung von dem Wort, die ich später immer wieder abrufen kann.

Mit Griechisch funktioniert das nicht. Zwar funktioniert das Lesen und korrekte aussprechen der Wörter immer besser – trotzdem lese ich wie eine Erstklässlerin Buchstabe für Buchstabe, bis am Wortende dann endlich das Wort als Ganzes vollständig geformt ist. Und dann ist ja der Sinn noch nicht begriffen. Das Nachschlagen im Wörterbuch gleicht selbst nach einer Woche noch einem verwirrten Stecknadel-im-Heuhaufen-Suchen und dauert Nerven zerreißend lange.

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