Archive for the ‘Entdeckungen’ Category

Kuriositäten III.

November 27, 2007

Weihnachtsbeleuchtung und Palmen sind eine komische Kombination.

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Gruselkabinett auf Griechisch.

Oktober 8, 2007

Da habe ich doch glatt vergessen, ein kleines Kunstwerk zu posten, das ich in einem Anfall, gemischt aus Langeweile und Mitteilungsbedürfnis, erstellt habe:

In dem Anfängerbuch, das wir uns für den E.I.L.C.-Sprachkurs anschaffen mussten, wurden von den kreativen Machern zur Auflockerung kleine Grafiken eingebaut. So soll wohl der vom tristen Lernalltag gelangweilte Sprachschüler aufgemuntert und die Kursinhalte pädagogisch wertvoll visualisiert werden. Schöne Idee. Grundsätzlich.

Aber liebe „Ορίστε!“-Macher, -Grafiker, -Herausgeber oder wer auch immer die Verantwortung trägt: Müssen diese Visualisierungen denn derart gestaltet sein, dass sie selbst bei Anfang Zwanzigjährigen noch Albträume auslösen und Paranoia fördern?!

Bitte überzeugt euch selbst anhand dieser kleinen bescheidenden Auswahl:

(Klick vergrößert)collage-oriste.jpg

Das kommt davon…

September 28, 2007

wenn man unbedingt eine Taverne besuchen muss, in der nur Einheimische verkehren, das Menü nur in griechischer Sprache geschrieben ist und niemand der Anwesenden übersetzen kann:

Ich weiß jetzt wie Leber schmeckt. Und mir ist immer noch schlecht.

Mülltrennung, die zweite:

September 14, 2007

Über die Kuriosität der (WG-internen) Mülltrennung habe ich ja bereits berichtet.  Heute gab’s noch einen oben drauf:

A. und ich geloben Einsicht trotz unserer Vermutung, dem einzigen Mülltrennungs-Haushalt im ganzen Haus anzugehören, und schnüren kleine Plastikmüllpakete, um sie auf dem Weg zur Sprachschule ordnungsgemäß zu entsorgen. Wo die entsprechenden Abfalltonnen stehen, haben wir uns gestern erklären lassen.

Als wir das Haus mit den Müllbeuteln in den Händen verlassen, kommt uns wie mindestens jeden zweiten Tag die Müllabfuhr entgegen, die die grünen Tonnen leert (in denen – nur zur Erinnerung – von scheinbar allen Bürgern außer uns jegliche Art von Müll entsorgt wird). Einer der beiden Männer, die hinten am Wagen auf den Trittbrettern stehen, lacht uns an und ruft etwas herüber. A. und ich denken das gleiche, blöde Anmachen am frühen Morgen, die wir noch nicht mal verstehen, können uns gestohlen bleiben. Wir üben Ignoranz.

Aber der Müllmann bleibt hartnäckig. Springt von seinem Trittbrett herunter, läuft auf uns zu, gestikuliert, lacht, nimmt uns die Müllbeutel aus der Hand. Fragt etwas. Lacht über unsere Verwirrung. Wir teilen entschuldigend unsere Kommunikationsunfähigkeit mit, er will im Rückwärtsgang zum Müllauto wissen, wo wir herkommen. Pfeift anerkennend zur Antwort, schmeißt unsere PLASTIKmüllsäcke in den Rachen des fahrenden Allesschuckers und winkt uns lachend zum Abschied. Und wir bleiben überrumpelt und mit leeren Händen zurück mit dem unleugbaren Beweis, zum griechischen Umweltschutz nichts anderes als unseren bloßen guten Willen beitragen zu können. In unseren eigenen vier Wänden.

Kurioses II

September 6, 2007

1. Früher Nahmittag, bewölkter Himmel, gemäßigte Temperatur. Eine dreispurige Einbahnstraße, ein kleines Stück der rechten Spur wegen einer Baustelle gesperrt. Ein mit Erde beladener LKW steht am Straßenrand, aufgestellte Warnschilder leiten den Verkehr, einige Platten im Bürgersteig fehlen und neben dem Loch im Boden liegen verschiedene Werkzeuge verstreut. Genau wie zuhause. Kurios in dieser Szenerie ist also nicht die Baustelle an sich, sondern die drei Bauarbeiter. Die liegen nämlich bäuchlings nebeneinander auf der angrenzenden Wiese. Der erste scheint zu schlafen, der zweite kaut auf seine Ellbogen gestützt an einem Grashalm und der dritte hat die Beine angewinkelt, um seine Füße in der Luft baumeln zu lassen. Σιγά, σιγά. – immer mit der Ruhe, wie man hierzulande so schön sagt.

2. Am Samstag kam mein mir bis dahin noch unbekannter Mitbewohner von seinem Sommerjob auf Athos zurück und hat A. und mich über die Mülltrennung in unserem Dreier-Haushalt aufgeklärt. Wir trennen jetzt den Restmüll nicht nur wie in Deutschland von Plastik-, Glas- und Papier-, sondern auch von Metallmüll. Finde ich prinzipiell gut. Blöderweise habe ich aber noch nicht herausfinden können, wie die Mülltrennung außerhalb unserer Wohnung funktioniert. An der Straße stehen nämlich zwar in regelmäßigen Abständen blaue Tonnen für Papiermüll (soviel habe ich schon gelernt), aber ansonsten lediglich vor jedem Haus ein paar grüne Tonnen, in denen sich wahllos jede Art von Müll ansammelt. Und was nicht reinpasst, wie zum Beispiel alte Matratzen oder Regalbretter, das liegt daneben. Übrigens inklusive Pappkartons.

3. Kurios sind hier auch manche Wörter. Monströse Zungenbrecher, die abzuspeichern mein Gehirn nicht im Geringsten fähig ist. Mein liebstes Beispiel dafür ist „ο σιδηροδρομικό σταθμό“. Das hört sich an wie „o sith(ti-äitsch)ir(gerollt)oth(ti-äitsch)r(gerollt)omiko stath(ti-äitsch)mo“ und heißt…: (Trommelwirbel) Bahnhof.