Ich bemühe mich, Griechisch zu sprechen. Wirklich. Bevor ich auf den Markt gehe, überlege ich mir genau, was ich kaufen möchte und lege mir die griechischen Worte zurecht. Sorgfältig, versteht sich, damit ich nicht stottern muss, wenn ich den Gemüsehändler um ein halbes Kilo Kartoffeln und den Obsthändler um fünf Äpfel bitte. Auf dem Weg zum Markt wiederhole ich dann in Gedanken die benötigten Vokabeln immer und immer wieder, um sie unterwegs nicht zu vergessen. Wäre ja blöd, am Ende dann doch aufgeben und in ein verlegenes Hände-Füße-Denglisch wechseln zu müssen.
Und dann stehe ich vor dem Gemüsehändler, der mich grinsend fragt: „Από πού είσαι;“ („Wo kommst du her?“) und meine Antwort „Από την Γερμανία“ („Aus Deutschland“) mit einem glücklichen Lachen und einem Schwank aus seiner Zeit in Stuttgart erwidert. In Deutsch, versteht sich. Gleiches wenige Minuten später beim Obsthändler – mit dem einzigen Unterschied, dass dieser in Köln und nicht in Stuttgart gelebt hat.